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März / April 2013

Westsächsische Hochschule Zwickau

Capsa Mobile

transportabler teilautarker Wohnwürfel

von André Beier, Robert Schönherr

Hochschule:

Westsächsische Hochschule Zwickau

Präsentation:

10.07.2012

Lehrstuhl:

Bauphysik / Herr Professor Dr. Nietzold

Rubrik:

Wohnbauten

Software:

Zeichnungen mit Nemetschek Vektorworks Visualisierungen mit Maxon Cinema 4D R13

Das Capsa Mobile ist ein transportables Mikrohaus für 1-2 Personen. Es ist als tageweise Unterkunft für Wanderer und Radfahrer gedacht. Auch kann es in Freibädern, Vergnügungsparks oder bei Veranstaltungen als temporäre Übernachtungs- und Versorgungszelle genutzt werden. Ein weiteres denkbares Einsatzgebiet wäre eine Designunterkunft für Touristen an entlegenen Orten, mitten in der Natur oder auch in der Stadt. Abgeleitet vom Stil der 60er Jahre vereint das Mikrohaus Design mit funktionaler Technik. Es besteht aus einem verkleideten Rahmen in Spantenbauweise und einem stark konzentrierten und doch großzügigen Innenraum mit zwei Betten und einem Funktionsmodul,- dieses beinhaltet die Küchenzeile sowie einen, über den Außenraum separat zugänglichen Badbereich. Durch die beidseitige Verglasung erreicht man einen, sich in die Umgebung hin öffnenden Wohnraum. Somit fühlt man sich, wie inmitten der Natur bzw. Umgebung. Über Vorhänge können die Fenster bei Bedarf geschlossen werden. Die Tür zur Nasszelle ist transluzent, aber nicht transparent, um einen Sichtschutz zu bieten. Das große Fenster ist des weiteren mit einem Rollladen ausgestattet. Dieser sorgt im Sommer für ausreichende Verschattung. Die Betten sind im nicht benötigten Zustand in der Seitenwand versenkt. Das untere Bett wird zusätzlich als Tisch verwendet. Das Funktionsmodul mit Badbereich und Kochzeile beinhaltet gleichzeitig Ablageflächen für beide Räume sowie herausnehmbare Hocker. Im Boden befindet sich ein Frischwassertank sowie der Abwassertank. Die komplette Installation für Küche, Bad und Raumklima ist in einem Technikschacht untergebracht. Des weiteren sind Solarmodule auf dem Dach geplant sowie ein Sockel, um das gesamte Modul vom Erdboden zu trennen und eine leichte, schwebende Wirkung zu erzielen.


Konstruktion

Ein Rahmen trägt die gesamte Konstruktion welche aus fünf Längsspanten und zehn kleineren Querspanten besteht. Diese sind miteinander verschweißt und auf vier Furnierholzplatten geschraubt. Zur Dämmung dienen Hartschaum-Dämmplatten welche sich zwischen der Spantenkonstruktion befinden. Die Außenhülle besteht aus, auf die Dämmschicht geklebten, Aluminiumplatten. Das Funktionsmodul wird als Ganzes eingebaut und die Betten an der Tragkonstruktion befestigt. Die Türen und Fenster bestehen aus Isolierglas. Über vier abnehmbare Haken am Dach kann das Wohnmodul mit einem Kran angehoben und auf einen herkömmlichen LKW verladen werden. Dabei passen auf einen 12t LKW zwei Module und auf einen 40t LKW vier Module. Beim Platzieren der Wohnzelle dient ein eingerückter Sockel mit vier Standfüßen als Ausgleich bei leicht unebenem Boden.