Platz 2
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3, 2004

Reichenbach, WHZ

C.S.M.N. Erweiterungsbau Clemens-Sels-Museum-Neuss

von Jens Knobloch

Hochschule:

Reichenbach, WHZ

Präsentation:

Juli 2004

Lehrstuhl:

Prof. Tobias Wenzel

Rubrik:

Kulturbauten

Software:

Gestalterische Grundlage Der Neubau stellt sich in seinen Grundzügen als monolitischer roher Körper dar. Durch die immer neue Zusammenstellung einer Grundform entwickeln sich Räume, welche stets offen für den Betrachter der Kunst sind und in sich stets verbunden und komplex vernetzt. "Kunst ist das Vermögen einer Form" Friedrich von Kleist Als Grundlage für den Gebäudeentwurf diente die logische Tatsache, von einer Fläche einen Teil wegzuschneiden und dann mehrere dieser Flächen so zusammenzufügen, dass die Einschnitte als durchgängiges ununterbrochenes Band über alle Flächen läuft. So wurden Räume entwickelt, die durch diesen verbundenen Einschnitt selbst miteinander vernetzt sind. Der Blick des Betrachters wird, durch diese entstandenen Öffnungen im Raum, auf bereits gesehene oder noch zu besuchende Objekte gelenkt. Interesse am Neuen und Rückkopplung zum Gesehenen unterstützen den Museumsbesuch und die Auseinandersetzng mit der Kunst.

Das Clemens-Sels-Museum in Neuss am Rhein soll durch einen Erweiterungsbau ergänzt werden, einhergehend mit einer grundsätzlichen Neukonzipierung des gesamten Museumskomplexes.
Der Neubau soll neben der Präsentation großformatiger Objekte auch kleinteilige und kabinettartige Präsentationen zulassen. Die Kunstsammlungen und Wechselausstellungen sollen im Neubau präsentiert werden. Hier soll sich zukünftig auch der Foyer-, Dienstleistungs- und Verwaltungsbereich des Museums befinden.

Das Grundstück liegt am Rande des Stadtzentrums von Neus auf dem Gelände des Stadtgartens, einem Park, dessen jahrhundertealter Baumbestand das Gebäudeumfeld prägt. Das bestehende Gebäude wurde 1975 vom Architekten H. Deilmann geplant. Es zeigt sich als kombinierter Gebäudekomplex, welcher die Räume des historischen Stadttors verwendet und über eine massive Brücke direkt mit ihm verbunden ist. Derzeit ist der Zugang nur fußläufig über die Augustinusstrasse bzw. durch den Stadtgarten möglich.