Platz 2
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1, 2004

Karlsruhe, KIT

Amerikanische Botschaft Berlin

von Peter Ohnrich

Hochschule:

Karlsruhe, KIT

Präsentation:

Juli 2003

Lehrstuhl:

Bauplanung und Entwerfen, Prof. Walter Nägeli

Rubrik:

Kulturbauten

Software:

Während der gesamten Entwurfszeit benutzte ich als Unterstützung zu Handskizzen das CAD System AutoCAD, um Raumgrößen und die Lage im Gebäude abzustecken und zu überprüfen. Die Pläne wurden mit AutoCAD gezeichnet. Die Perspektiven erstellte ich zunächst als grobes 3D-Modell mit AutoCAD. Für die Fotomontagen benutzte ich darauf aufbauend Adobe Photoshop, für Renderings (Erstellung von Symbolen und Grafiken) importierte ich die Modelle in 3D Studio. Die Endpräsentation wurde mit Power Point gestaltet. Die Modelle aus Holz wurden zum Teil mit Fräsen vorgefertigt. Digitale Grundlagen basierten auf AutoCad-Zeichnungen, die in DXF-Formaten gespeichert wurden.

Das Diplom behandelt eine Alternativplanung zum Neubau der Amerikanischen Botschaft am Pariser Platz in Berlin.

Das Projekt stellt einen Lösungsansatz dar, im Umgang der Problematik der amerikanischen Sicherheitsbedingungen entgegen der städtebaulich, historischen Grundlagen am Pariser Platz. Eine Botschaft als stärkste Repräsentation eines Landes in einem Gastland ermöglichte mir zudem als Nicht-Amerikaner meine eigene Sichtweise auf das Land in baulicher Form darzustellen.

Hauptansatzpunkt in der Auseinandersetzung mit den USA war für mich die Thematik der Einheit des Landes nach außen entgegen der Vielfalt innerhalb der USA. Bildlich gesehen stellt sich das Land nach außen als eine harte, einheitliche Schale vor; Im Inneren hingegen offenbart sich eine in diesem Kontrast kaum vergleichbare Vielfalt in Klima, kultureller Herkunft, Kontrast der Bundesstaaten, sozialer Differenz etc.

Der bauliche Lösungsansatz lag in einer morphologischen Untersuchung des klassischen Berliner Baublocks.
Eine Transformation eines Blocks mit drei Höfen in ein umgestülptes System ermöglichte bei außen liegenden Höfen mit einer davor gestellten Schutzwand ein innen liegendes System mit hoher Diversität bei einer einheitlichen Hülle nach Außen.
Nebennutzungen sind an den Außenflächen des Gebäudes angeordnet. Im Wechsel mit den Höfen wird so der Schutzmechanismus in Kombination mit der Außenmauer erweitert. Den Bezug zum Pariser Platz erreicht das Gebäude mit einer Neuinterpretation der Fassade der historischen amerikanischen Botschaft (Palais Blücher bis 1944 an gleicher Stelle).
Funktional wird die innenliegende Vielfalt durch das Verweben der einzelnen Bereiche der Botschaft zu einem komplexen System erreicht. Baulich unterstützt wird dies durch das Ausbilden verschiedener Höfe in unterschiedlicher Tiefe.